Bücher und Gefühle

Gefühle verstehen: „Warum Bücher so viel bewirken“

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Ein Kind sitzt auf dem Boden, die Arme verschränkt, die Stirn gerunzelt
„Ich bin nicht wütend!“
Und doch ist da ganz offensichtlich etwas. Etwas, das das Kind eventuell (noch) nicht benennen kann, Etwas, das (über)fordert und Etwas, das durch eine Bezugsperson begleitet vom Kind anders wahrgenommen werden kann.

Gefühle sind für Kinder oft wie ein Sturm. Sie kommen plötzlich, sind intensiv – und schwer zu greifen. Was genau da passiert, können viele Kinder noch gar nicht benennen.
Und genau hier beginnen Geschichten, ihre leise, aber kraftvolle Arbeit.

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In Bilderbüchern und Kindergeschichten tauchen Figuren auf, die genau das fühlen, was Kinder kennen:

Da ist jemand traurig, weil er ausgeschlossen wird. Jemand ist wütend, weil etwas nicht klappt. Oder ängstlich, obwohl er eigentlich mutig sein möchte.
Kinder erkennen sich darin wieder.

Manchmal sofort. Manchmal erst beim zweiten Hinsehen.

Aber irgendetwas klickt.
Plötzlich ist das eigene Gefühl nicht mehr so unübersichtlich. Es bekommt ein Gesicht. Eine Geschichte. Einen Anfang und ein Ende.

Und vor allem:

Es wird verständlich.

Geschichten geben Kindern Worte für das, was sie fühlen.

Und das ist ein riesiger Schritt:

Denn wer benennen kann, was in ihm passiert, kann auch lernen, damit umzugehen.

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Doch Geschichten gehen noch weiter:

Sie zeigen Möglichkeiten.
Eine Figur, die Angst hat, findet einen Weg, mutig zu sein.
Ein Kind in der Geschichte lernt, seine Wut auszudrücken, ohne anderen weh zu tun.
Jemand entdeckt, dass es okay ist, traurig zu sein.

Diese Lösungen wirken nicht wie Belehrungen.
Sondern wie kleine Angebote.
Kinder nehmen sie auf ihre eigene Weise mit.

Ein ganz besonderer Zauber liegt dabei in den Bildern. Illustrationen transportieren Emotionen oft direkter als Worte. Ein gesenkter Blick, eine Umarmung, ein dunkler Hintergrund oder warme Farben – Kinder spüren sofort, was gemeint ist.
Sie müssen es nicht analysieren. Sie fühlen es und genau dadurch entsteht Empathie.
Kinder beginnen zu verstehen: Andere fühlen genauso wie ich,
Und ich kann nachvollziehen, warum.

Diese Fähigkeit ist unglaublich wertvoll- für Freundschaften, für Konflikte, für das ganze Leben.

Oft entstehen beim gemeinsamen Lesen die schönsten Gespräche ganz nebenbei:

„Kennst du das Gefühl?“
„Wann warst du mal so traurig?“
„Was hätte der Drache anders machen können?“
Es sind keine großen, schweren Gespräche.
Sondern kleine Türen, die sich öffnen.
Und durch die Kinder langsam lernen, sich selbst besser zu verstehen

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Affiliate:
Ein einfühlsames Bilderbuch kann genau hier ansetzen:
„Dieses Buch begleitet Kinder durch verschiedene Gefühle und hilft ihnen, diese besser zu verstehen -ideal zum gemeinsamen Lesen und Reden.“

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Am Ende passiert etwas sehr Wertvolles:

Kinder lernen nicht nur Geschichten kennen.

Sie lernen sich selbst kennen.

Und vielleicht ist genau das das Schönste daran – dass eine einfache Geschichte manchmal hilft, ein großes Gefühl und das große Ganze dahinter zu verstehen.

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